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Trekkingrucksack effizient nutzen!

Infos zu Gewicht, der Ausstattung deines Rucksacks und der richtigen Packmethode

 

Inhalt:

  1. Wie viel darf mein Rucksack wiegen?
  2. Ausstattungsmerkmale und nützliche Funktionen beim Wanderrucksack
  3. Wie packe ich meinen Rucksack richtig?

 


 

So organisierst du deinen Trekkingrucksack. Praxiserprobte Packtipps aus über 25 Jahren Expertise in geführten Trekkingreisen

Bereits in unserem vorherigen Magazin-Beitrag haben wir dich informiert über verschiedene Rucksackarten und die entsprechende Eignung für unsere Touren berichtet. Nun wollen wir uns dem passenden Packen widmen, denn wie du deinen Rucksack befüllst, kann großen Einfluss auf Gewichtsverteilung und somit Tragekomfort haben. Je weniger du die Last am Körper spürst, umso mehr Spaß hast du am Trekking!

Wahrscheinlich schon vor dem Packen wirst du dich mehr als einmal die Frage stellen, was du alles benötigst. Als Hilfestellung haben wir in unseren Detailprogrammen (PDF zur Reise mit sehr detaillierten Informationen) eine Ausrüstungsliste generiert – abgestimmt auf die jeweilige Tour. Diese stellt eine gute Checkliste dar, um Schritt für Schritt alles zurecht zu legen und einen Überblick zu bekommen, wieviel Platz du letztlich benötigst.

 


 

Wieviel darf mein Rucksack wiegen?

 

Trekking mit RucksackRucksäcke im Vergleich

Der Rucksack ist neben Schuhen und Bekleidung das wichtigste Utensil für deine Bergtour. Bei den meisten unserer Trekkingtouren beschränkt sich die mögliche Last für Träger auf 12-15kg. Muss man Ausrüstung selbst tragen, zählt oft jedes Kilo. Es gibt hier zwei Komponenten, die zu berücksichtigen sind. Erstens: das Eigengewicht des Rucksacks. Zweitens: das Gesamtgewicht inkl. deinem gepackten Inhalt.

Beim Eigengewicht des Rucksackes kannst du viel Gewicht sparen, aber auch viel falsch machen. Einen hauptsächlich leichten Rucksack zu haben, klingt vorerst verlockend. Aber: bei einem schlechtsitzenden Rucksack merkst du jedes Kilogramm an Ausrüstung, bei einem gutsitzenden kann man mehr Gewicht bei besserem Komfort tragen. Also gilt: Komfort vor Gewicht. Sehr oft haben Rucksäcke mit mehr Grundgewicht das bessere Tragesystem. Passt dir ein schwereres Rucksackmodell besser und werden die Lasten angenehmer verteilt, solltest du lieber zu diesem greifen.

 

Wichtig ist auch, dass die Rucksackgröße nicht zwangsläufig etwas mit dem möglich zu transportierenden Gewicht zu tun hat. Es gibt kleiner dimensionierte Rucksäcke, ausgestattet mit einem Tragesystem für bis zu 15kg und Rucksäcke mit mehr Litervolumen aber nur Tragesystemen für Leichtlasten bis 10kg.

 


 

Ausstattungsmerkmale und nützliche Funktionen beim Wanderrucksack

Neben der Größe, die natürlich passend zum Vorhaben der Tour sein muss, schauen viele Menschen im zweiten Schritt auf die so genannten Ausstattungs-Features. Hier geht es weniger um „viel ist mehr“, sondern um Handhabungsmerkmale, die sich als praktikabel erwiesen haben. Einer der häufigsten Unterschiede liegt in der Art der Öffnungsmöglichkeit des Rucksackes.

Top Loader:

Sein Packsack wird von oben geöffnet und mit einem Kordelzug verschlossen. Zusätzlich sitzt meist ein Deckel obendrauf, der mit einer oder zwei Schnallen geschlossen wird.

 

Frontzugriff:

Um dir einen bequemen Zugriff auf alle Ausrüstungsteile zu ermöglichen, haben die meisten Top Loader heute einen zusätzlichen Frontzugriff. Per Reißverschluss kannst du einen Teil der Front öffnen.

 

Bodenfach:

Viele größere Touren- oder Trekkingrucksäcke haben ein Extra-Fach am Boden. Dieses Fach ist zum Verstauen deines Schlafsacks gedacht. Meist kannst du die Trennwand zwischen dem Hauptfach und dem Bodenfach öffnen. Über das Bodenfach hast du dann einen zusätzlichen Zugriff auf den gesamten Rucksackinhalt.

 

Panel Loader:

Der Begriff Panel Loader wird zwar im Deutschen nicht ganz so häufig verwendet, es lohnt aber ihn zu kennen. Unter einem Panel Loader versteht man einen Rucksack, der per Reißverschluss verschlossen wird. Diese Art von Verschluss kommt vor allem bei Tages- und kleineren Tourenrucksäcken vor.

 

Weitere Unterschiede gibt es auch bei den Außenfächern. Einige Rucksäcke verzichten bewusst auf viele Außenfächer, um die schlanke Form des Packsacks zu erhalten. Einige setzen auf viele RV-Fächer, um mehr Ordnung zu schaffen. Leichte Modelle nutzen gerne geräumige Stretchfächer, in denen notfalls auch sperriges Gepäck unterkommen kann. Sehr beliebt ist eine aufgesetzte Tasche auf dem Hüftgurt in der sich leicht das Handy, Taschentücher oder Zuckerln verstauen lassen. Die Außenfächer sind sehr hilfreich, um kleinere Sachen zu verstauen, die man unter dem Gehen schneller zur Hand haben muss (Trinkflasche, Handschuhe, Buff o.ä.). Jeder gute Tourenrucksack hat heute standardmäßig eine Regenhülle als Zubehör oder am Rucksackende in einem kleinen Fach integriert. Viele haben ebenfalls eine Schlauchführung für eine Trinkblase (Trinksystem), die gerade bei körperlich fordernden Touren auf bequeme Art eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung gewährleistet.

Bei unseren anspruchsvolleren Touren oder Expeditionen musst du oftmals auch alpine Ausrüstung mittragen. Grödeln, Steigeisen, Helm, Eispickel z.B. – dafür haben gute Trekkingrucksacke oftmals eigene Gummizüge und Schnallen, wo man Karabiner einhängen kann oder explizite Halterungen für Stöcke oder Eispickel.

 


 

Wie packe ich meinen Rucksack richtig?

Nach Gewicht und Ausstattung wollen wir uns nun dem Hauptanliegen dieses Blogeintrags widmen – dem Packen.
Hier gibt es keine starren Regeln, aber doch hilfreiche Tipps, die dir das kompakte und sinnvolle Packen erleichtern:

  1. Vorab gibt es eine wichtige Grundregel, die alle Reisenden mehr oder weniger schon erfahren haben: „Das Wichtigste beim Packen ist, dass man alles Überflüssige gar nicht erst mitnimmt!" Denn sehr oft kommt man doch mit weniger aus als man anfangs dachte.
  2. Entscheidend ist die sinnvolle Aufteilung des Gewichtes im Rucksack, denn das hat direkte Auswirkung auf deinen Körperschwerpunkt, der wiederum entscheidend ist für deinen Geh-Rhythmus, vor allem bei Steigen oder unebenen Gelände.
  3. Der Schwerpunkt sollte immer dicht am Rücken und möglichst im Bereich des oberen Rückens liegen. Bei hohen Gewichten wird das Wandern zur Qual, wenn der Körper ständig gegen das Gewicht des Rucksacks arbeiten muss. Die Schultergurte belasten dann die Schultern mehr als normal und in schwierigem Gelände kann die falsche Packtechnik zum Sicherheitsrisiko werden. Daher merke dir einfach: Schweres kommt in die Nähe des Rückens (nicht zu sehen), leichtes nach unten und alles, was schnell griffbereit sein sollte (Erste-Hilfe-Set, Karten, Sonnencreme o.ä.) nach oben unters Deckelfach.
  4. Sogenannte „Drybags“, leichte, meist wasserdichte verschließbare Packbeutel in verschiedenen Größen bieten sich an, um alles in Teilbereiche zu strukturieren und eine gewisse Ordnung zu schaffen. Deine Isomatte oder sperriges alpines Zubehör können bei Bedarf außen am Trekkingrucksack befestigt werden. Der Schlafsack wird am besten im Bodenfach verstaut.

 

TIP: In leichtem Gelände wie auf Wanderwegen für Anfänger oder auf flachen Touren solltest du den Lastschwerpunkt deines Rucksackes höher packen.
In schwierigem Gelände wie auf Hochtouren oder auf kleinen Steigen liegt der Lastschwerpunkt etwas tiefer und damit näher zum Körperschwerpunkt. Bei dieser Packweise läuft man zum Ausgleich zwar etwas mehr nach vorn gebeugt, aber man ist nicht so leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen wie bei einem hohen Schwerpunkt.

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