Programmübersicht
1 - 2 Tag: Flug über Santiago de Chile nach Arica
Abflug ab Europa und langer Interkontinentalflug nach Santiago de Chile, der Hauptstadt des südamerikanischen Landes, wo wir am späten Abend des 1. Tag landen. In der selben Nacht fliegen wir weiter nach Arica, im Norden Chiles an der Grenze zu Peru. Am 2. Tag landen wir in der Früh in Arica, der restliche Tag steht zur freien Verfügung, um sich auszurasten und eventuell auch die kleine Küstenstadt Arica zu entdecken.
3 - 6 Tag: Fahrt nach Putre und Höhenakklimatisierung
Nach dem Frühstück fahren wir binnen 3 Stunden in die Atacama-Wüste und bis in die kleine Ortschaft Putre, wo wir uns auf ca. 3500 Meter für die kommenden Tage in einem gemütlichen Gasthaus einquartieren. Heute und vor allem in den kommenden Tagen unternehmen wir ab Putre unterschiedliche Bergtouren im schönen Lauca Nationalpark, um uns an die großen Höhen zu akklimatisieren, die uns im weiteren Verlauf unserer Expedition erwarten.
am 4. Tag besteigen wir den 5100 Meter hohen Guane Guane, von dessen Gipfel aus wir einen beeindruckenden 360° Rundumblick über die weite und färbige Atacama-Wüste genießen. Am östlichen Horizont erblicken wir die weißen Kegel der über 6000 Meter hohen Vulkane Parinacota und Pomerape, die an der Grenze zu Bolivien liegen.
Am 5. Tag legen wir einen Rasttag ein, um unseren Körpern Zeit zu geben, sich zu erholen und an die große Höhe anzupassen. Wir nutzen die Gelegenheit und besuchen die heißen Quellen von Jurasi nahe Putre. In den weitgehend naturbelassenen Becken genießen wir das heiße Thermalwasser, das unseren Körpern Erholung bietet.
Am 6. Tag fahren wir wiederum in den Lauca Nationalpark und besteigen den 5860 Meter hohen, selten bestiegenen Taapaca. Die heutige, längere Bergtour bereitet uns auf die Anstrengungen der kommenden Tage vor. Das weite Gipfelpanorama über die farbenprächtige Atacama-Wüste ist wiederum einzigartig und beeindruckend.
7 - 8 Tag: Besteigung des aktiven Vulkan Guallatiri (6071 m)
Nach einem zeitigen Frühstück verlassen wir Putre und fahren durch den Lauca N.P. nach Osten in Richtung Bolivien. Vor der bolivianischen Grenze erreichen wir den schönen Chungará See, Wahrzeichen des Lauca Nationalparks. Der auf 4517 Meter Höhe gelegene See ist einer der höchsten Seen der Welt. Beeindruckend ist die Aussicht zu den Zwillingsvulkanen Parinacota (6342 m) und Pomerape (6222 m), deren schneebdeckte Kegel sich im blauen Wasser des Lago Chungará spiegeln.
Am Ufer des Lago Chungará unternehmen wir heute eine kurze Wanderung, um die Aussicht genießen zu können.
Am Nachmittag fahren wir weiter nach Süden, auf unser morgiges Bergziel zu, den 6071 Meter hohen, aktiven Vulkan Guallatiri. Auf Schotterpiste umrunden wir den Vulkan Guallatiri zur Hälfte, bis wir die kleine Ortschaft Guallatire erreichen, wo wir uns in einer sehr einfachen Unterkunft für die kommenden zwei Nächte einquartieren.
am 8. Tag starten wir sehr früh in die Besteigung des ersten 6000er unserer Expeditionsreise. Mit unseren Geländewägen fahren wir wiederum auf die Nordseite des rauchenden Guallatiri und können auf einer harten Bergbaupiste bis auf fast 5200 Meter fahren. Im Schein unserer Stirnlampen starten wir in die lange Besteigung, die durch losen Lavaschotter über die mäßig steilen Hänge führt. Bald erreichen wir die ersten, gefrorenen Schneefelder und benötigen unserer Steigeisen. Je näher wir uns dem Gipfel kommen, umso weicher wird der Schnee, wir spüren die Erschütterungen des Berges und riechen auch die schwefelhaltigen Gase der ausgestoßenen Fumarolen.
Am Gipfel erwartet uns ein gewaltiges Panorama über die Atacama, den blauen Lago Chungará und die umliegenden, schneebedeckten 6000er, vom nahen 6052 Meter hohen Vulkan Acotango bis hin zum 6542 Meter hohen Vulkan Sajama, höchster Berg Boliviens.
Nach der Gipfelrast steigen wir am selben Weg wieder zu unseren Fahrzeugen ab und fahren nach einem langen, aber eindrucksvollen Bergtag wieder in unsere Unterkunft in Guallatire.
9 - 10 Tag: Fahrt über Iquique nach Copiapo und Bahia Inglesa
Nach den ersten Besteigungen unserer Expedition fahren wir vom Norden Chiles nach Süden, auf das eigentlich Ziel unserer Expedition, dem Ojos del Salado im Tres Cruces Nationalpark. Am 9. Tag fahren wir mit unseren Geländewägen ab Guallatire durch den großen Salzsee "Salar de Surire" nach Süden und weiter nach Westen bis zur Küstenstadt Iquique.
Nach einem gemeinsamen Abendessen steigen wir in Iquique in einen komfortablen Überlandbus (Liegesitze) und fahren über Nacht von Iquique bis in die Stadt Copiapó, die wir am Vormittag des 10. Tages erreichen. Wir werden am Busbahnhof in Empfang genommen und fahren wiederum mit Geländewägen in die nahe Küstenortschaft Bahia Inglesa, wo wir uns in Nähe des Strandes in einem komfortablen Hotel einquartieren. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.
11 - 15 Tag: Besteigungen des Cerro San Francisco (6018 m) und der Barrancas Blancas (6119 m)
Wir verlassen Bahia Inglesa und fahren über Copiapó in den Tres Cruces Nationalpark bis zur schönen Laguna Verde, wo wir auf ca. 4330 Meter unser Zeltlager für die kommende Woche aufbauen.
Die Laguna Verde im Herzen des Tres Cruces Nationalpark ist umgeben von über 6000 Meter hohen, schneebdeckten Vulkanen, im Süden liegt das breite und imposante Massiv des Ojos del Salado, mit 6893 Meter Höhe der höchste aktive Vulkan der Erde und Ziel unserer Expedition.
Am 12. Tag besteigen wir von unserem Lager an der Laguna Verde aus in einer langen Tagestour der 6018 Meter hohen Cerro San Francisco, ein leichter, optimaler Akklimatisierungsberg. Vom Gipfel aus erleben wir wiederum ein imposantes, weites Panorama über die umliegenden Berge. Vor allem der 6621 Meter hohe Incahuasi beeindruckt aus dieser Perspektive.
Nach der Besteigung des Cerro San Francisco legen wir einen verdienten Rasttag an der Laguna Verde ein. Wir können die nahen Thermalen Quellen besuchen oder am Ufer der schönen Lagune kurze Wanderungen unternehmen.
Am 14. Tag steht unser dritter 6000er am Programm, der 6119 Meter hohe Barrancas Blancas. Auch die heutige, lange Besteigung ist alpintechnisch weitgehend unproblematisch. Konditionell wird uns der Barrancas Blancas jedoch alles abverlagen, ist sein Gipfelgrat mit den vielen Vorgipfeln doch "nicht enden wollend". Wir werden jedoch schon während der langen besteigung durch gewaltige Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft belohnt.
Nach der anstrengeden Besteigung der Barrancas Blancas steht uns am 15. Tag wieder ein ganzer Tag zur Regeneration zur Verfügung. Wir smmeln Kräfte vor der abschließenden Besteigung des hohen Ojos del Salado.
16 - 18 Tag: Besteigung des Ojos del Salado (6893 m)
Per Geländewagen fahren wir am 16. Tag von unserem Basislager an der Laguna Verde auf Schotterpiste bis ins ehemalige Basislager "Refugio Atacama" auf ca. 5200 Meter am Ojos del Salado. Von hier aus wandern wir gemütlich bis zum Refugio Tejos, der auf 5850 Meter Höhe gelegenen, letzten Notunterkunft. Von hier aus können wir den ersten Teil des langen Gipfelaufstieges einsehen, der uns morgen erwartet.
Am Nachmittag fahren wir wiederum zur Laguna Verde zurück und verbringen die letzte Nacht vor unserem Gipfelgang in unserem Basislager auf ca. 4330 Meter.
Zur Info: Unser Basislager am Ufer der Laguna Verde bietet mehr Komfort und eine angenehmere Umgebung als die Lagermöglichkeiten beim Refugio Atacama (5200 m) oder beim Refugio Tejos (5850 m). Desweiteren schlafen wir auf 4300 Meter wesentlich besser und erholsamer, als in den größeren Höhen am Ojos del Salado. Deshalb verzichtet wir auf entsprechende Hochlager am Ojos del Salado. Diese Taktik hat sich in den letzten Jahren bewährt.
Am 17. Tag starten wir sehr früh und fahren mit unseren Geländewägen von der Laguna Verde am Refugio Atacama vorbei bis zum Refugio Tejos (5850 m), Ausgangspunkt für unseren heutigen Gipfelgang am Ojos del Salado. Im Schein der Strinlampen steigen wir in Serpentinen durch Geröll und Lavaasche entlang der gestern eingesehenen Route auf. Einzelne, gefrorene Schotterhänge, eventuell auch gefrorene Schneefelder erfordern den Einsatz unserer Steigeisen.
Mit zunehmender Höhe steilt der Berg auf, die Luft wird dünner und das Atmen fällt uns zunehmend schwerer. In der Morgendämmerung erreichen wir den Kraterrand auf ca. 6700 Meter. Die letzten Höhenmeter bis zum höchsten Punkt haben es nochmals in sich. Die Besteigung des Ojos del Salado ist alpinistiosch weitgehend unschwierig, die letzten Höhenmeter fordern uns nochmals. Hier sind leichte Kletterpassagen im 1. bzw. 2. Schwierigkeitsgrad zu meistern, was in der großen Höhe und den klimatischen Gegebenheiten auf fast 7000 Metern nicht unterschätzt werden darf. Auch der Einsatz von Fixseilen kann, je nach Bedingungen und Schneelage erforderlich sein.
Am Gipfel des Ojos del Salado, zweithöchster Berg des amerikanischen Kontinents und höchster aktiver Vulkan der Erde, erwartet uns ein Panorama der Sonderklasse. Sämtliche umliegenden Vulkane im Tres Cruces Nationalpark liegen uns zu Füßen! Nach der Gipfelpause steigen wir am selben Weg wieder ab bis zum Refugio Tejos, wo uns unsere Geländewägen erwarten und uns wiederum zur Laguna Verde bringen. In unserem Basislager können wir auf den erfolgreichen Gipfelgang und das Erreichen des Expeditionszieles anstoßen.
Der 18. Tag steht als Reservetag zur Verfügung. Sollte dieser Tag bisher nicht genutzt worden sein, kann heute schon das Basislager abgebaut und einen Tag früher nach Bahia Inglesa gefahren werden.
19 - 20 Tag: Entspannung in Bahia Inglesa und Rückfahrt nach Santiago de Chile
Am 19. Tag bauen wir unser Basislager ab und fahren zurück über Copiapó bis nach Bahia Inglesa an der Küste. Wir quartieren uns wiederum in unserem schon bekannten Hotel ein, am Abend haben wir Gelegenheit die bisher gelungene Reise zu feiern.
Der 20. Tag steht zur freien Verfügung in Bahia Inglesa. Am späten Nachmittag fahren wir zurück nach Copiapó, wo wir am Abend mit einem komfortablen Überlandbus (Liegesitze) in die lange Fahrt nach Santiago de Chile starten.
21 Tag: Ende der Expedition und Rückflug
Wir erreichen Santiago de Chile am frühen morgen. Wir werden am Busbahnhof abgeholt. Unser Gepäck wird deponiert und wir haben Zeit, auf eigene Faust die moderne Hauptstadt von Chile zu entdecken und erkunden. Je nach Flugplan Transfer zum Flughafen von Santiago de Chile und Heimflug nach Europa oder individuelle Weiterreise.
Bitte beachten Sie folgendes: die Reise- bzw. Expeditionsleitung wird durch lokale, englisch-sprachige Bergführer (IVBV / UIAGM) übernommen - Anzahl je nach Gruppengröße, wir planen mit ca. 1 Bergführer pro 3-4 Teilnehmer. Unsere Bergführer sind erfahrene Alpinisten, die oft am Ojos del Salado unterwegs sind, den Berg und seine Tücken gut kennen und entsprechende Erfahrungen gesammelt haben.
Der Hauptbergführer wird Ihnen während der gesamten Expedition beratend zur Seite stehen und Ihnen wertvolle Tipps zur Akklimatisierung, zur Besteigungstaktik, zum Wetter usw. geben. Sie werden von seiner langjährigen Expeditionserfahrung profitieren!
Am Ojos del Salado wird der Expeditionsleiter durch weitere lokale Bergführer unterstützt. Wir streben eine Verhältnis von 3-4 Teilnehmern pro Bergführer an, je nach Gruppengröße.
Naturgemäß kann eine solche Expedition nicht als geführte Tour im Sinne einer klassischen Alpenbesteigung durchgeführt werden. Teilnehmer müssen bereit sein, am Berg selbstständig zu sein und sich eigenständig zu bewegen. Die Besteigung eines (fast) 7000 Meter hohen Berges kann immer nur unter eigener Verantwortung erfolgen
Auf Wunsch kann der Aufenthalt in Chile individuell verlängert werden.
Detailprogramm mit ausführlicher Tag-für-Tag Beschreibung der gesamten Reise als PDF zum Download.