Eine lange Etappe führte uns heute über den 4590 Meter hohen Dungdunchen La, den ersten Pass unserer Trekkingtour.
Heute wurden wir schon um 06:00 geweckt, von unserer Mannschaft, die uns eine Tasse Tee bzw. Kaffee ins Zelt brachte. Danach gab es sogar eine Schüssel warmes Wasser um sich den Schlaf aus den Augen zu waschen.
Fertig gepackt sind wir anschließend zum Frühstück, unser Koch Santabirr legt sich echt ins Zeug!

Anschließend ging es los, in Richtung Passhöhe, die wir nicht sehen konnten. Erst steil, dann etwas gemächlicher ging es in Serpentinen rauf. Mit einem langsamen aber konstantem Schritt hat unser Bergführer Pekma uns auf den 4590 Meter hohen Dungdunchen La geführt. Wir haben 4 Stunden gebraucht, um die Passhöhe zu erreichen. Ein extrem abwechslungsreicher Aufstieg, mal etwas steiler, dann wieder etwas flacher. Aber vor allem die gewaltige Berglandschaft um uns herum hat uns ständig aufs neue zum Staunen gebracht. Gelbe, unbeschreibliche schroffe Felsen und Berge um uns herum, tiefrote Bergrücken, durch die wir gewandert sind, dann wieder grüne Erde oder sogar schwarze Berghänge… eine unbeschreibliche Minerale Landschaft um uns herum. Aber auch erstaunlich viel Vegetation, Polsterpflanzen mit kleinen Blüten… Eine einzigartige Umgebung!
Das Wetter war nicht perfekt: obwohl es heute früh blauen Himmel gab, hat sich der Himmel bald durch hohe Cirruswolken bedeckt, es kam auch etwas Wind auf. Für uns aber ideal, da wir nicht, wie gestern, mit Hitze zu kämpfen hatten! Insofern war es uns ganz recht, dass wir keinen blauen Himmel hatten.

Am Pass selbst war es sehr windig und auch kalt, deshalb sind wir nur kurz geblieben. Kurzzeitig hatte ich sogar bedenken, dass es regnen könnte, aber die Regenschauer zogen am Horizont vorbei.

Nach einem ersten, steilen Abstieg haben wir auf einer kleinen Hochalm, und er Sonne, unsere Mittagspause eingelegt. Mit der Sonne kam auch schon wieder die Wärme oder sogar Hitze.
Unser heutiger Lagerplatz, idyllisch am Ufer eines rauschen Flusses, inmitten von jungen Pappeln, ist vom feinsten. Ich glaube jeder von uns war nach unserer Ankunft noch im Bach, um sich den Staub und den Schweiß der letzten 2 Tage abzuwaschen…

Nun warten wir wieder auf unser Abendessen. Santabirr wird wieder etwas tolles zaubern…
Morgen werden wir wieder aufsteigen, am Bach entlang, an dessen Ufer wir heute lagern. Eine gemütliche Etappe wird uns erst durch den kleinen Weiler Sunds Chemno führen - wir wohnen ca. 30 Menschen - und anschließend bis zur Basis des Konzke La, den Pass den wir übermorgen überqueren werden.
Das Wetter sollte weiterhin so stabil sein, wie bisher, mal sehen, wie morgen die Temperaturen bei unserer Gehetappe sein werden…




